Niederwald
Der Niederwald ist eine Betriebsart, die den Wald über Stockausschlag in kurzen Umtriebszeiten nutzt.
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Ausführliche Erklärung
Im Niederwald werden Laubbäume dicht über dem Boden abgesägt; aus den Stöcken treiben neue Stämme aus (vegetative Verjüngung). In kurzen Abständen (oft 15–40 Jahre) wird das dünne Holz als Brenn-, Gerb- oder Stangenholz geerntet.
Diese historische Nutzungsform liefert kein Starkholz, ist aber schnell und regenerationsfreudig. Heute erlebt der Niederwald als Kurzumtrieb (Energieholz) und im Naturschutz eine gewisse Renaissance.
Eigenschaften
- Nutzung über Stockausschlag
- Kurze Umtriebszeit
- Brenn- und Stangenholz
- Kein Starkholz
Verwendung
- Energie- und Brennholz
- Historische Waldnutzung
- Kurzumtriebsplantagen
Vorteile
- Schnelle Regeneration
- Rascher Ertrag
- Robuste Bäume
Nachteile
- Kein Wert-/Starkholz
- Bodenzehrend
Maßeinheiten
- Umtriebszeit oft 15–40 Jahre
- Ertrag in Rm/ha
Umrechnungen
Für „Niederwald" sind derzeit keine Umrechnungen hinterlegt.
Tipp aus der Praxis
Für schnelles Energieholz eignen sich ausschlagfreudige Arten wie Weide, Pappel, Robinie oder Eiche – nach dem Hieb treiben sie kräftig aus dem Stock wieder aus.
Häufige Fragen
Was ist ein Niederwald?
Eine Betriebsart, die den Wald über Stockausschlag in kurzen Umtriebszeiten für Brenn- und Stangenholz nutzt.
Liefert er Starkholz?
Nein, er liefert dünnes Holz; für Starkholz ist der Hochwald nötig.