Fasersättigungspunkt
Der Fasersättigungspunkt ist die Holzfeuchte, bei der die Zellwände gesättigt, die Zellhohlräume aber wasserfrei sind (etwa 30 %).
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Ausführliche Erklärung
Holz enthält Wasser in den Zellhohlräumen (freies Wasser) und in den Zellwänden (gebundenes Wasser). Beim Trocknen verdunstet zuerst das freie Wasser; der Punkt, an dem nur noch die Zellwände gesättigt sind, ist der Fasersättigungspunkt – artabhängig bei rund 28–30 % Holzfeuchte.
Der Fasersättigungspunkt ist entscheidend: Oberhalb ändern sich die Abmessungen kaum. Erst unterhalb, wenn gebundenes Wasser entweicht, beginnt das Holz zu schwinden – und quillt beim Wiederaufnehmen von Feuchte. Auch Festigkeit und Verwertbarkeit ändern sich unterhalb des Fasersättigungspunkts deutlich.
Eigenschaften
- Holzfeuchte ~28–30 %
- Zellwände gesättigt, Hohlräume leer
- Grenze für Schwinden/Quellen
- Wichtige Trocknungsmarke
Verwendung
- Holztrocknung
- Maßhaltigkeit
- Verarbeitungsplanung
Vorteile
- Erklärt Schwinden und Quellen
- Wichtige Kenngröße
- Artabhängig bekannt
Nachteile
- Nur Schwellenwert
- Artabhängig verschieden
Maßeinheiten
- Holzfeuchte in Prozent (~28–30 %)
- Freies vs. gebundenes Wasser
Umrechnungen
- Fasersättigungspunkt ≈ 28–30 % Holzfeuchte (artabhängig).
Tipp aus der Praxis
Holz für maßhaltige Bauteile immer bis unter den Fasersättigungspunkt auf die spätere Gebrauchsfeuchte trocknen – sonst schwindet und reißt es erst im Einbau.
Häufige Fragen
Was ist der Fasersättigungspunkt?
Die Holzfeuchte (ca. 28–30 %), bei der die Zellwände gesättigt, die Zellhohlräume aber leer sind.
Warum ist er wichtig?
Erst unterhalb dieses Punkts beginnt das Holz zu schwinden und zu quellen.