Richtig heizen mit Holz
Wer mit Holz heizt, holt mit ein paar einfachen Regeln mehr Wärme aus weniger Holz – und produziert deutlich weniger Rauch, Ruß und Feinstaub. Die drei Hebel: trockenes Holz, das richtige Anzünden und die passende Luftzufuhr. Ofenfertiges Brennholz findest du im Brennholz-Marktplatz.
Trockenes Holz ist die halbe Miete
Der häufigste Fehler ist zu feuchtes Holz. Frisches Holz mit über 50 % Wassergehalt verdampft im Ofen erst einmal Wasser, statt zu heizen – das kostet Energie, verrußt den Kamin und erzeugt viel Qualm. Ofenfertiges Brennholz hat unter 20 % Restfeuchte. Wie du es dahin bekommst, steht im Ratgeber zum Lagern; worauf du beim Kauf achtest, im Kauf-Ratgeber.
Anzünden von oben (Top-Down)
Nicht das Feuer von unten aufbauen, sondern von oben anzünden – das brennt sauberer und raucht weniger:
- Unten die größeren Scheite schichten.
- Darüber kleineres Anmachholz kreuzweise.
- Ganz oben Anzünder (Holzwolle/Wachs) – kein Papier, das macht nur Asche und Flugruß.
- Oben anzünden: Das Feuer arbeitet sich nach unten, die aufsteigenden Gase verbrennen sauber.
Luftzufuhr, Nachlegen und was nicht in den Ofen gehört
- Anfangs viel Luft geben, damit das Feuer schnell heiß wird; erst bei guter Glut die Luft etwas drosseln – aber nie „ersticken" lassen (Schwelbrand = viel Feinstaub).
- Rechtzeitig und nicht zu viel nachlegen, lieber wenige Scheite auf gute Glut.
- In den Ofen gehört nur naturbelassenes, trockenes Holz. Nicht verbrennen: behandeltes/lackiertes Holz, Spanplatten, Papier in Mengen, Verpackungen – das ist verboten und giftig.
Sauberes Heizen schont Ofen, Umwelt und die Nachbarschaft – und die Vorgaben der Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV).
Häufige Fragen
Warum soll man Holz von oben anzünden?
Welches Holz darf ich im Kaminofen verbrennen?
Warum raucht mein Kaminofen so stark?
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Zuletzt aktualisiert: 2026-07 · Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte.