NotdienstNot
Mein Konto
← Zurück zum Lexikon
Stammholz

Saftstrom

Der Saftstrom ist der Transport von Wasser und Nährstoffen im Baum.

Bilder

📷 Anmelden & Foto beisteuern

Noch keine Fotos zu diesem Begriff. Als registrierter Fachnutzer können Sie mithelfen — anmelden und ein Foto beisteuern.

Ausführliche Erklärung

Der Saftstrom umfasst zwei Richtungen: Im Holz (Xylem) steigt Wasser mit gelösten Mineralsalzen von den Wurzeln in die Krone (Transpirationsstrom), im Bast (Phloem) werden die in den Blättern gebildeten Zucker abwärts zu Wurzeln und Wachstumszonen transportiert. Angetrieben wird der Wasserstrom vor allem durch die Verdunstung an den Blättern.

Im Frühjahr setzt der Saftstrom mit dem Austrieb kräftig ein („der Baum steht im Saft"); dann löst sich die Rinde leicht, was das Schälen erleichtert, aber Bäume auch verletzungsempfindlich macht. Ein gestörter Saftstrom – durch Wurzelschäden, Fäule oder Trockenheit – führt zu Vitalitätsverlust, Kronenverlichtung und Gipfeldürre.

Eigenschaften

  • Wasser- und Nährstofftransport
  • Xylem aufwärts, Phloem abwärts
  • Von Verdunstung angetrieben
  • Im Frühjahr besonders kräftig

Verwendung

  • Baumphysiologie
  • Vitalitätsverständnis
  • Schäl-/Erntezeitpunkt

Vorteile

  • Erklärt die Versorgung des Baumes
  • Wichtig für Vitalität

Nachteile

  • Störung führt zu Schäden
  • Im Saft verletzungsempfindlich

Maßeinheiten

Richtungen
Xylem/Phloem
Antrieb
Transpiration

Umrechnungen

Für „Saftstrom" sind derzeit keine Umrechnungen hinterlegt.

Tipp aus der Praxis

Wenn der Baum „im Saft steht" (Frühjahr), löst sich die Rinde leicht – ideal zum Schälen, aber die Bäume sind dann besonders empfindlich gegen Rindenverletzungen.

Häufige Fragen

Was ist der Saftstrom?

Der Transport von Wasser (im Holz aufwärts) und Nährstoffen (im Bast abwärts) im Baum.

Was treibt den Wasserstrom an?

Vor allem die Verdunstung an den Blättern (Transpiration).

Verwandte Begriffe

Bast Kambium Dürreschäden Gipfeldürre

← Zurück zum Lexikon