Holzschutzklasse
Die Holzschutzklasse (Gebrauchsklasse) ordnet Holzbauteile nach dem Risiko für Pilz- und Insektenbefall ein und gibt den nötigen Holzschutz vor.
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Ausführliche Erklärung
Je nach Einbausituation ist Holz unterschiedlich stark durch Feuchte, Pilze und Insekten gefährdet. Die Gebrauchsklassen (GK 1–5, früher „Gefährdungsklassen") nach der einschlägigen Normung beschreiben dieses Risiko: GK 1 = trockener Innenbereich, GK 2 = gelegentliche Feuchte, GK 3 = frei bewittert ohne Erdkontakt, GK 4 = Erd-/Süßwasserkontakt, GK 5 = im Meerwasser.
Aus der Gebrauchsklasse ergibt sich, ob dauerhaftes Kernholz genügt oder ein chemischer Holzschutz (z. B. Kesseldruckimprägnierung) nötig ist. Die Holzschutzklasse steuert damit Materialwahl und Schutzmaßnahmen und hängt eng mit der natürlichen Dauerhaftigkeit der Holzart zusammen.
Eigenschaften
- Einstufung nach Befallsrisiko
- Gebrauchsklassen GK 1–5
- Je nach Einbausituation
- Steuert den Holzschutz
Verwendung
- Holzschutzplanung
- Materialwahl im Außenbau
- Konstruktiver Holzschutz
Vorteile
- Klare Schutzvorgaben
- Steuert Dauerhaftigkeit
- Genormt
Nachteile
- Fachwissen nötig
- Erd-/Wasserkontakt kritisch
Maßeinheiten
- Gebrauchsklassen GK 1–5
- Dauerhaftigkeitsklassen der Holzart
Umrechnungen
Für „Holzschutzklasse" sind derzeit keine Umrechnungen hinterlegt.
Tipp aus der Praxis
Vor der Materialwahl die Gebrauchsklasse der Einbausituation bestimmen – bei Erdkontakt (GK 4) genügt meist nur sehr dauerhaftes oder imprägniertes Holz.
Häufige Fragen
Was ist die Holzschutzklasse?
Die Einstufung von Holzbauteilen nach dem Risiko für Pilz- und Insektenbefall (Gebrauchsklassen GK 1–5), die den nötigen Holzschutz vorgibt.
Wozu dient sie?
Sie steuert, ob dauerhaftes Kernholz genügt oder ein chemischer Holzschutz nötig ist.