Wallhecke und Knick — anlegen und pflegen
Die Wallhecke – in Norddeutschland Knick genannt – ist ein mit Gehölzen bepflanzter Erdwall und ein prägendes Element der Kulturlandschaft. Sie ist Lebensraum, Windschutz und Biotopverbund zugleich und vielerorts gesetzlich geschützt. Anlage und fachgerechte Pflege übernehmen Forst- und Landschaftsbetriebe.
Was ist eine Wallhecke?
Eine Wallhecke ist ein aufgeworfener Erdwall, der mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt ist. Historisch diente sie als Feld- und Weidegrenze, als Windschutz und als Holzlieferant. Heute steht ihr ökologischer Wert im Vordergrund:
- Lebensraum und Nahrung für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.
- Biotopverbund – Wanderkorridor durch die ausgeräumte Agrarlandschaft.
- Windschutz, Erosionsschutz und ein Plus für das Kleinklima.
Gesetzlicher Schutz
Wallhecken und Knicks zählen vielerorts zu den gesetzlich geschützten Biotopen (§ 30 Bundesnaturschutzgesetz und ergänzendes Landesrecht – in Schleswig-Holstein etwa der Knickschutz). Das bedeutet: Beseitigen und erhebliches Beeinträchtigen sind grundsätzlich verboten, die Pflege ist geregelt. Zusätzlich gilt der allgemeine Gehölzschnitt-Zeitraum (§ 39 BNatSchG). ⚠ Vor Eingriffen unbedingt die untere Naturschutzbehörde fragen.
Anlegen und pflegen
Anlegen: Erdwall aufwerfen und mit standortgerechten, heimischen Sträuchern und einzelnen Überhältern (Bäume) bepflanzen. Pflege: Damit eine Wallhecke dicht und vital bleibt, wird sie abschnittsweise „auf den Stock gesetzt" – also alle 10–15 Jahre bodennah zurückgeschnitten, woraufhin sie kräftig wieder austreibt. Das geschieht im Winterhalbjahr und immer nur in Abschnitten, damit Tiere Rückzugsraum behalten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Wallhecke und Knick?
Darf man eine Wallhecke entfernen oder stark zurückschneiden?
Wie pflegt man eine Wallhecke richtig?
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Zuletzt aktualisiert: 2026-07 · Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte.