Baumkataster — Pflicht, Nutzen und Aufbau
Ein Baumkataster ist das digitale Verzeichnis eines Baumbestands samt Kontrollen und Maßnahmen. Für alle mit größerem Baumbestand ist es das zentrale Werkzeug, um die Verkehrssicherungspflicht nachweisbar zu erfüllen. Aufbau und Kontrollen übernehmen Fachbetriebe und Sachverständige.
Was ist ein Baumkataster?
Ein Baumkataster erfasst jeden Baum eines Bestands als Datensatz – mit Standort, Art, Maßen, Zustand und der Historie der Kontrollen und Pflegemaßnahmen. Jeder Baum bekommt eine eindeutige Nummer (oft mit Plakette oder GPS). So entsteht ein lückenloses, nachvollziehbares Bild des Bestands – heute meist als digitale Karte/Datenbank.
Wer braucht ein Baumkataster?
Verpflichtend ist nicht das Kataster selbst, sondern die Verkehrssicherungspflicht – und die lässt sich bei vielen Bäumen praktisch nur mit einem Kataster dokumentieren. Sinnvoll bzw. faktisch unverzichtbar ist es für:
- Kommunen (Straßen-, Park- und Friedhofsbäume),
- Wohnungs- und Immobiliengesellschaften,
- Unternehmen, Betriebe und Institutionen mit größerem Baumbestand.
Im Schadensfall ist das dokumentierte Kataster der Nachweis, dass regelmäßig kontrolliert wurde – und entscheidet oft über die Haftung.
Aufbau und Umsetzung
- Ersterfassung – jeden Baum aufnehmen (Standort/GPS, Art, Maße, Zustand), Nummer vergeben.
- Regelkontrollen – die Sichtkontrollen (meist 1–2 mal jährlich, nach FLL-Baumkontrollrichtlinie) werden am Datensatz festgehalten.
- Maßnahmen und Wiedervorlage – empfohlene Pflege, Fristen und der nächste Kontrolltermin werden geführt.
Erfassung und Kontrollen führen qualifizierte Baumpfleger oder Sachverständige durch.
Häufige Fragen
Ist ein Baumkataster gesetzlich vorgeschrieben?
Was steht in einem Baumkataster?
Wer erstellt ein Baumkataster?
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Zuletzt aktualisiert: 2026-07 · Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte.